Pilzzucht extrem: Riesen-Champignon drängt in den Handel

Was ist eigentlich ein Portobello-Pilz? Im Grunde ein groß geratener Champignon, der aber aufgrund seiner Lamellenausbildung einen ganz einzigartigen Geschmack hat: bedeutend kräftiger. Kleine Champignons haben noch keine geöffneten Lamellen und sind dementsprechend milder. Der Biopilzhof Leipzigerland bietet die rüstigen Riesen nun in einer wohl einzigartigen Bio-Qualität an. Denn neben ihrer Herzhaftigkeit habe sie auch weniger Wasser, als vergleich­bare „Normalos“.

Bio-Portobello_GrößenunterschiedDer Bio-Portobello trumpft jedoch nicht nur mit seinem Geschmack, sondern auch mit vielen inneren Werten. So besitzt er einen erstaunlich hohen Anteil an Eiweißen, welche eher den tierischen, denn den pflanzlichen ähneln.

Alternative für Veganer

Daher bietet er sich auch als Fleischalternative für Veganer und Vegetarier an, so die Vermarktungsprofis. Er enthält alle acht essentiellen Aminosäuren, die auch im Fleisch enthalten sind. Vorteil: das Eiweiß sättigt, dennoch enthalten Portobellos pro 100 Gramm nur etwa 14 Kalorien. Der Portobello-Pilz besitzt zudem viel Vitamin D, noch mehr Vitamin C und zusätzlich B-Vitamine.

 Mehr Zeit für die Bio-Portobellos vom Leipzigerland

Gezogen wird der Bio-Portobello auf dem Biopilzhof Leipzigerland von Werner Postrach. Der erfahrene Bio-Champignonzüchter setzt vor allem auf zwei Dinge: viel Zeit – und ein natürliches Substrat. Dieses besteht lediglich aus ökologischem Hühnermist, Stroh und Kalk. Hierauf kommt dann die Deckerde, damit sich das Myzel entfalten und die Pilzköpfe wachsen können. Die kleineren Pilze werden zunächst ausgedünnt und abgeerntet, den Portobellos lässt man mehr Zeit und Platz, sodass sie richtig schön groß werden dürfen. Besonderheit: erst mit dieser Größe entfalten sich auch die dunklen Lamellen. Sie bieten den außer­gewöhnlichen, kräftigen Geschmack. Ebenso eine Besonderheit der Bio-Pilze vom Leipzigerland ist, dass sie kaum Wasser beinhalten. Dies merkt man bereits beim Aufbrechen und Verarbeiten in der Küche: sie sind sehr schön fest, richtig knackig. Vielfach kennt man Champignons, die in der Pfanne mächtig Wasser ablassen und schrumpfen. Das passiert bei den Bio-Pilzen von Leipzigerland weniger, da kaum Wasser enthalten ist. Das macht sie nicht nur geschmacklich intensiver, sondern auch auf natürliche Weise länger haltbar.

Tausendsassa in der veganen Küche

Nicht nur Burger-Brater sind begeistert – schon wegen der leichten Anwendung. So lässt sich der Pilz wie ein Fleisch-Klops verwenden und ist dabei absolut natürlich und unverarbeitet. Er ist auf vielfältige Weise in der Küche anwendbar. Portobellos lassen sich marinieren, grillen, befüllen, gratinieren, oder einfach wie ein herzhaftes Stück Fleisch verarbeiten. Der Phantasie sind da kaum Grenzen gesetzt. Eine Spezialität ist der Portobello-Burger: was in Deutschland noch wenig bekannt ist, kultivieren Burger-Bratereien in den USA schon länger. Dort übertrumpfen sich die Küchenchefs bei so genannten Challenges, wer die schönsten und kreativsten Portobello-Burger zaubert. Ganz besonders befördert wird dies noch durch den Vegan-Trend. Der Biopilzhof Leipzigerland in Borna im schönen Sachsen besteht seit 2008.  Eigentümer Werner Postrach gilt als einer der erfahrensten Bio-Pilzzüchter, er zieht Champignons seit 1983.