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Sep 02 2017

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Effizient-Forum: 140 Teilnehmer diskutieren „Grüne Kälte“ für Handel und Industrie

Welche Innovationen fordert der Markt von der Kälte- und Klimatechnik? Wie reagieren auf gesetzliche Vorgaben? Was sind Lösungen der Herstellerseite? Antworten auf diese und weitere Fragen lieferte das diesjährige Effizienz-Forum.

Es wurde erstmals von Condair und ENGIE Refrigeration gemeinsam veranstalteten. Über 140 Planer, Anlagenbauer, Hersteller und technisch-wissenschaftliche Experten der Kälte-, Klima- und Lüftungstechnik nahmen teil.

Eine gute Bilanz für das nach 2014 zum zweiten Mal veranstaltete Effizienz-Forum von Condair, Experte für Luftbe- und -Entfeuchtungssysteme.

Produktportfolio energieeffizienter Kältemaschinen

ENGIE und condair veranstalten das Effizienz-Forum 2017 gemeinsam in München

ENGIE und condair veranstalten das Effizienz-Forum 2017 gemeinsam in München

Der neue Forums-Partner ENGIE Refrigeration ergänzte sowohl durch das Produktportfolio energieeffizienter Kältemaschinen als auch bei der Themenwahl ideal.

Effizienz und Nachhaltigkeit Z1entrale Botschaften aller vier Nachmittagsreferate waren die Themen Effizienz und Nachhaltigkeit.

Die Diskussionen und anschließenden Gespräche zeigten, dass Inhalte und Botschaften interessierten, ja auf die Zuhörer perfekt zugeschnitten waren.

Permanente Aufklärung auf Anbieterseite nötig

Ein Fazit vorab: Beide Schwerpunkte fordern derzeit noch permanente Aufklärung auf Anbieterseite und Betreiberwillen zur Investition.

Denn technische Entwicklungen, wie die indirekte Verdunstungskühlung, oder ölfreie Quantum-Turbokältemaschinen für neue HFO-Kältemittel haben beide ihren Wert, einen Nutzen – und damit ihren Preis.

Sie tragen aber nach getätigtem Invest zu einem energiesparenden, umweltschonenden und schlussendlich kostengünstigeren Betrieb auf Betreiberseite bei.

Eine Rechnung, die für alle Beteiligten und für den Klimaschutz aufgeht. Große Aufgaben warten auf Antworten Zunächst führte Jörn Stiegelmeier, Leiter Technologie & Entwicklung bei ENGIE Refrigeration, mit Zahlen und Betrachtungen ein in die großen anstehenden Aufgaben und Herausforderungen aller Marktteilnehmer.

Dazu zählen Klimaschutz und Decarbonisierung, alternative Kältemittel und neue technische Lösungen für Kältemaschinen und Systeme. Neben diesen arbeitet sein Unternehmen außerdem an der Nutzung aller Möglichkeiten der Digitalisierung, Industrie 4.0 oder SmartGrid-Fähigkeit durch Nutzung des „Internet of things“:

„Internetbasierte Services und präventive Wartung werden unseren Kunden helfen, Störungen und damit Kosten zu vermeiden“, so Stiegelmeier. „Wir lieben es, Ideen in Technologie zu übersetzen, wollen heute die Kältetechnik für morgen entwickeln und anbieten. Dafür sind wir auch auf Ihre Rückkopplung angewiesen“,

wandte er sich in seinem Schlussappell an die Zuhörer.

Anschließend erläuterte Holger Lasch, worauf es bei der indirekten Verdunstungskühlung in RLT-Anlagen ankommt.

Teil mechanischer Kühlung einsparen

Damit lässt sich zumindest ein Teil mechanischer Kühlung für die Luftaufbereitung einsparen, weshalb das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) derzeit an einem Förderzuschuss arbeitet. Entscheidungen sind zeitnah zu erwarten.

Deshalb sollten sich Planer, Anlagenbauer oder RLT-Gerätehersteller mit Geräten wie dem weiterentwickelten Verdunstungskühler Condair ME befassen oder eine einfache Auslegung mit der neuen App myCoolblue durchspielen. „Natürlich kann die Verdunstungskühlung in den meisten Fällen eine Kältemaschine nicht ersetzen“, fasste Christian Bremer vor der Pause zusammen.

„Beides lässt sich in Klima- und Lüftungsanlagen aber ideal kombinieren“.

Grüne Kältemittelalternative für die Großkälte Welcher Druck durch den Phase-Down der F-Gase-Verordnung langsam in den Markt kommt und wie ENGIE Refrigeration darauf reagiert, erläuterte im Anschluss Projektingenieur Dr. Marco Zetzsche. „Der Ausstieg aus den FKW-Kältemitteln verlangt auch von uns Alternativen.

Darum werden wir unseren Kunden auch in den nächsten Jahren unsere vielfach bewährten und ölfreien Quantum-Turbokältemaschinen für R134a anbieten.

Parallel dazu gibt es aber für jeden, der bereits umsteigen möchte, die neuen Quantum-GMaschinen“. Für diese neue Quantum-Reihe hat ENGIE Refrigeration umfangreiche Untersuchungen durchgeführt, um das neue A2L-Kältemittel 1234ze zu testen.

Inzwischen stehen luft- und wassergekühlte Baureihen sowie Split-Maschinen zwischen 250 und 2050 kW zur Verfügung. Außerdem gibt es kundenspezifische Lösungen bis 6 MW. Dafür muss ein Kunde zwar derzeit noch rund 20 Prozent höheren Invest einkalkulieren.

Besonders umweltfreundliche Lösung

Er erhält aber bei gleicher Kälteleistung eine besonders umweltfreundliche Lösung. Mit seinen Planungskriterien für die Luftentfeuchtung rundete Arthur Jäger den Nachmittag ab.

Für viele Teilnehmer war dabei interessant zu hören, welche zahlreichen Anwendungsfälle es gibt, bei denen Zuluft zu trocknen ist, um Kondensatbildung, Vereisung oder Prozessprobleme durch hygroskopische Verarbeitungsstoffe zu unterbinden. „Bei niedriger relativer Luftfeuchte empfehlen wir, die Adsorptionstechnologie einzusetzen. So etwa in der Pharmaindustrie, Tiefkühlräumen oder der Halbleitertechnologie.

Das Effizienz-Forum veranstalteten ENGIE Refrigeration und Condair zum ersten Mal gemeinsam. ENGIE Refrigeration GmbH ist auf Produkte, Lösungen und Dienstleistungen rund um wirtschaftliche und energieeffiziente Kälteerzeugung und Wärmenutzung spezialisiert.

Der Kältespezialist projektiert, fertigt, betreibt und betreut Kälteanlagen, Rückkühlwerke und Systemlösungen. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Lindau am Bodensee verfügt über ein flächendeckendes Vertriebs- und Servicenetz in Deutschland. Bundesweit ist ENGIE Deutschland an 30 Niederlassungen vertreten und erwirtschaftete im Jahr 2016 mit 3.000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 1,8 Mrd. Euro. Der Umsatzanteil der ENGIE Refrigeration GmbH, die 285 Mitarbeiter beschäftigt, betrug rund 80 Mio. Euro.

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